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Wie jedes junge Lebewesen, so müssen auch unsere Hundewelpen lernen, erkennen und auch damit fertig werden -mit Streß- Wenn unsere Welpen 6 oder 7 Wochen alt sind, dann kommen die neuen Familien, möchten sich den für sie allerbesten Welpen aussuchen, sie möchten die Kleinen erleben, mit ihnen 2 oder 3 Stunden verbringen und sie haben 1001 Fragen. Nichts Ungewöhnliches - nun gibt es aber Tage, da kommen die ersten Setterbegeisterten um 11.00Uhr Vormittags, wenn sie Glück haben, dann toben die Welpen gerade durch den Garten, raufen, bellen oder amüsieren sich mit den vielen Spielsachen, wir als Zuschauer können uns kein schöneres "Fernsehprogramm" vorstellen. Danach sind unsere Hundebabys aber müde und möchten schlafen, das tut uns dann aber sehr leid für die Besucher, die vielleicht um 13.00Uhr kommen, die erleben dann nur "lahme Schlaftabletten", - nein, der da hat eben geblinzelt, der ist gut, Knutsch, jetzt ist er wach und die anderen wachen jetzt auch auf, na, endlich, der Gordon Setter wie er sein soll, aufgeweckt, munter und unternehmungslustig. Jeder Mensch bringt einen unverwechselbaren Duft mit, den finden die Welpen hochinteressant, zwischendurch gibt es die "Raubtierfütterung" bis alle Welpen kugelrunde Bäuche haben, danach sammelt Frauchen die "Geschenke" ein, soll ja keiner ins Glück hineintreten, und dann sind wieder alle hundemüde. Die 15.00Uhr Besucher sind dann wiedermal enttäuscht, nur müde Krieger vorzufinden, aber die Kleinen lassen ja mit sich verhandeln und begeistern sich erneut für die, die sich für sie begeistern, also wieder ist Aktion angesagt, aber ab 17.00, 18.00Uhr ist dann endgültig Feierabend. Jetzt verlassen auch wir den Welpengarten, nun herrscht absolute Ruhe, die Kleinen schlafen jetzt bestimmt länger als eine Stunde am Stück. Was die Kleinen heute erlebt haben, war Streß, sie haben wenig geschlafen, sie haben neue Düfte genossen, sie haben viele, aufregende, laute, hohe, tiefe Stimmen gehört, aber es hat ihnen niemand wirklich wehgetan, es war einfach nur Trubel angesagt, und den haben sie in gewohnter Umgebung mit ihren bekannten Menschen und den ihnen vertrauten Alttieren schnell verarbeitet. Ein Leben ohne Streß wird es wohl für keinen Hund geben, der Junghund aber, der bereits in der Welpenzeit gelernt hat, mit wohldosiertem Streß umzugehen, der wird auch im Erwachsenenalter gut damit umgehen können. |
© Copyright - Irmela Pinkwart
Gordon Setter Zucht vom Pinnower Moor VDH FCI JGHV