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So klappt`s mit Kind und Hund, ein Auszug aus dem Bericht eines Nachrichtenheftes des BHV.

Gute Sozialisierung: Schon der Welpen sollte Kinder aller Altersstufen kennenlernen, was Aufgabe des Züchters ist. In dem Zusammenhang möchte ich auch mal zur Vorsicht mahnen was den kinderfreundlichen Hund angeht , wie er oft in Rassebeschreibungen gelobt wird. Kinderfreundlichkeit ist keine Rasseeigenschaft, sondern das Ergebnis einer guten Sozialisation. Der künftige Hundebesitzer muß dieses Kennenlernen von Kindern vom Babyalter bis zu Jugendlichen unbedingt fortsetzen. Manchmal muß man dazu etwas kreativ sein, wenn man nicht zufällig eine große Familie mit allen möglichen Kindern hat.

Training rund ums Kind: Neben der Sozialisation , also dem Gewöhnen an Kinder, ist ein spezielles Kindertraining für jeden Hund sinnvoll. Das gilt auch für Hunde, die in einem Haushalt ohne Kinder leben. Denn sie kommen irgendwann in Form von eigenen Kindern, Enkeln oder als Besuch in Kontakt mit ihnen. Auch im täglichen Leben auf der Straße ist eine Begegnung mit Kindern nicht auszuschließen. Daher sollte Kindertraining zur Grundausbildung eines jeden Hundes gehören. Was kann man sich darunter vorstellen? Kinder lieben es, Hunde anzufassen oder sie gar zu umarmen. Das sollten die Hunde also lernen.

Hier eine Aufgabe dazu: Nehmen Sie sich einige gute Leckerchen. Tätscheln Sie den Hund auf dem Kopf und geben Sie ihm dafür ein besonders gutes Leckerchen. Wiederholen Sie das täglich fünf bis zehnmal hintereinander. Nach einiger Zeit wird der Hund nach dem Tätscheln schon erwartungsvoll nach dem Leckerchen gucken. Dann ist das erste Ziel erreicht. Nun bitten Sie eine weitere Person, das Tätscheln zu übernehmen. Entweder darf diese Person auch belohnen oder Sie übernehmen das. Wenn der Hund auch hier sichtbar das Tätscheln genießt und sich schon auf die Leckerchen freut, können Sie diese Übung mit den unterschiedlichsten Leuten wiederholen. Ist der Hund ganz sicher darin, können Sie im nächsten Schritt Kinder in die Übung einbeziehen. Beginnen Sie möglichst erst mit bekannten Kindern. Ist der Hund so vorbereitet, kann auch in der Fußgängerzone mal ein fremdes Kind auf Sie zukommen und den Hund am Kopf tätscheln. Er wird sich erwartungsvoll nach Ihnen umsehen, und Sie können ihn belohnen. So schafft man sichere Hundebegegnungen. Auf ähnliche Weise kann man ein Umarmen oder auch ein Am-Fell-Ziehen trainieren. Mit meinem Hund hatte ich mal die Situation, bei der wir auf einem Fest in ein Gespräch mit einer Familie verwickelt wurden. Der kleine Junge, etwa vier Jahre alt, grabschte Damon ins Fell und riss ihm eine ganze Hand voll Haare aus. Damon ist ein Lagotto, der normalerweise kein Fell verliert. Da kann man sich mal vorstellen, wie fest der Kleine gezogen haben muss. Damon zuckte nur kurz und guckte mich erwartungsvoll an. Dafür bekam er natürlich eine ganze Hand voll Leckerchen. Auch wenn Kinder mal über den Hund stolpern oder sich in seiner Nähe wild und ungestüm verhalten, zeigen Sie ihm durch gute Leckerchen, dass sein ruhiges Verhalten in Ordnung ist. Nehmen Sie das nicht als selbstverständlich.

... mit freundlicher Genehmigung von Viviane Theby

 

 

 

© Copyright - Irmela Pinkwart

Gordon Setter Zucht vom Pinnower Moor VDH FCI JGHV