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Einmal ein Schusstest für unsere MenschenAnnabell vom Pinnower Moor berichtet (Frühjahr 2000) Heute kommt Besuch, mein Bruder "Aaron vom Pinnower Moor", mit Frauchen. Wir treffen uns öfter für gemeinsame Spaziergänge. Heute haben wir uns einen etwa 2 Stündigen Marsch vorgenommen, unsere Mama "Alisa vom Sperlingsgarten", "Aaron" und ich "Annabell" sind fit und voller Erwartung. Unser Weg verläuft zwischen Kanal und Naturschutzgebiet "Pinnower See" . Auf der anderen Kanalseite befindet sich ein verlassener Flughafen, der zu DDR Zeiten vom russischen Militär genutzt wurde, und der sich nach der Wende zum Rückzugsgebiet für allerlei Wild entwickelt hat. Das Betreten dieses Geländes ist nicht zu empfehlen, da hier der letzte Weltkrieg in Form von Bomben und Minen immer noch gegenwärtig ist. Nun bekommt unser Oranienburg eine neue Umgehungsstraße, diese soll über eine der alten Landebahnen verlaufen. Mit den Bauarbeiten ist begonnen worden. Zurück zu uns - wir drei "Schwarzen" rasen wie immer im Affentempo über die Felder, die sind sehr feucht, und so gibt es immer wieder riesige Senken in denen das Wasser steht, fast 30 cm tief. Könnt Ihr Euch dieses Vergnügen vorstellen? Das Wasser platscht und spritzt uns um die Ohren, solche Tobereien dürften nie zu Ende gehen. Inzwischen wundern sich unsere Menschendamen über einen Feuerwehrwagen mit Blaulicht im Schneckentempo, welcher den Anschein erweckt, sich verfahren zu haben. Wir treten derzeit unseren Rückweg an. Jetzt befinden wir uns wieder in Höhe des alten Flughafens, und da gibt es einen -- -- -- Knall -- -- -- , unsere beiden Damen bleiben ruckartig und völlig erschrocken stehen, halten die Luft an, schlagen die Hände vor das Gesicht, fassen sich an ihr rasendes Herz und beobachten akustisch, wie eine gewaltige Druckwelle über Bäume, die sich neigen und Häuser donnert, dieser Knall mit dieser Druckwelle wird von ihnen als entsetzliches Erlebnis empfunden, und sie sind total fassungslos ob der Tatsache, daß in maximal 500 Metern Entfernung ohne Vorwarnung eine Bombe gezündet wurde. Und plötzlich, nachdem sie aus dem Schockzustand erwacht sind, machen sich unsere beiden Damen Gedanken über unsere, doch so sensiblen Gordon Setter Ohren! "Meine Güte, was müssen die Hunde so alles aushalten, der Schuß auf das Wasser, über den Hund hinweg, das Prasseln der Schrote!" - Wir Vierbeiner sind inzwischen zurück von der Suche nach dem eben beschossenen Mammut, Elefanten oder Saurier, wir haben nichts gefunden und erwarten jetzt richtugsweisende Angaben. Aber, was erleben wir? Zwei aufgelöste Menschen die voller Begeisterung nur noch eins im Kopf haben: uns Gordon Setter voller Hochachtung in den höchsten Tönen zu loben, die uns ihre Bewunderung aussprechen, und die in Zukunft bestimmt Verständnis zeigen werden, wenn sich ein Hund von Knall oder Schuß beeindruckt zeigt. Also, sollte einer von euch Setterbesitzern über seinen Hund meckern, weil dieser vielleicht leicht schußempfindlich ist - der sollte erstmal das "bombensichere" Oranienburg besuchen! Annabell vom Pinnower Moor
© Copyright - Irmela Pinkwart Gordon Setter Zucht vom Pinnower Moor VDH FCI JGHV |